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Gute Voraussetzungen für die "marche-blanche"-Initiative.

Herausgegeben von tinjo in WORTE ZUM TAG · 18/9/2013 13:57:48
Tags: marcheblancheInitiative

Es ist ein Hin- und Her zwischen National- und Ständerat.

Heute hat der Nationalrat knapp - mit Stichentscheid der
Nationalratspräsidentin Maya Graf (Grüne, BL) - die Initiative abgelehnt. Auch ein direkter Gegenvorschlag fand keine Zustimmmung. Auch der Ständerat lehnt die Initiative ab. Er stellt der Initiative jedoch den direkten Gegenentwurf gegenüber. Morgen Donnerstag wird er erneut darüber beraten.
"
Hält er an seinem direkten Gegenvorschlag fest, muss der Nationalrat sich nochmals damit befassen. Möglich ist, dass sich die Räte nicht auf eine Abstimmungsempfehlung einigen können." (Tages-Anzeiger 18.09.20013)

Ob Einigkeit zustande kommt oder auch nicht ... das Volk wird die Initiative mit fast hundertprozentiger Sicherheit annehmen.
Das war schon bei der "Nichtverjährungs-Initiative", wie auch bei der "Verwahrungs-Initiative" so: Trotz Warnungen vor den Folgen dieser Initiativen und der Schwierigkeit, die entsprechenden Forderungen in die Tat umzusetzen, lässt sich das Volk von Ängsten um ihre (Schein-)Sicherheit leiten, die von den Medien und von hysterisch agierenden Organisation und Parteien vernunftwidrig gescheuert wird.  

Ausser es geschieht zwischen diesen Rats-Verhandlungen und dem scheinbar noch nicht feststehenden Abstimmungstermin  ein Wunder!

Das Wunder wäre, dass sich "die Leute" (damit sind alle Nicht-"Pädophilen" gemeint) überlegen, wie sie auf anderen Gebieten urteilen und dabei feststellen müssten, dass sie bei jedem anderen Thema vernünftiger urteilen und handeln würden, als wenn es - wie hier - um (vermeintlichen) Kinderschutz geht.

"Kinderschutz" besteht
u.a. darin, dass man Kinder fähig macht, sich dort richtig zu verhalten, wo sie gefährdet sind oder noch nicht gelernt haben, wie sie sich in einer besonderen Situation verhalten sollen. "Kinderschutz" ist aber auch, den Kindern Vertrauen zu schenken, dass sie Gelerntes auch richtig anwenden. Das Wichtigste, was Kinder lernen sollten, ist das richtige Vertrauensverhältnis zu erwachsenen Personen. Wenn Kinder ein solches aber nur noch zu Erwachsenen aufbauen dürfen und können, die über sie zu bestimmen haben und sie mit Verboten und Geboten "erziehen", entsteht ein Misstrauen, weil sie sich als Kinder unterdrückt fühlen in ihrer eigenen Meinungsbildung und lettzlich in ihrer Entwicklung zum "vollwertigen" Menschen. Denn so, wie Erziehung meist läuft, ist das Kind erst dann ein "vollwertiger" Mensch, wenn es sich den Weisungen der Erwachsnen fügt und ihren Erwartunges entspricht.

Als ob Kinder nicht auch ein Recht darauf hätten, ihre eigenen Bedürfnisse zumindest äussern zu dürfen...!

Es könnte nämlich sein, dass sie Dinge, die ihnen von Erwachsenen als schlecht dargestellt werden, ganz anders empfinden und dabei auch keinen Schaden erleiden...

Um keine Misseverständnis aufkommen zu lassen: Ich schreibe dies nicht mit der Absicht, "Kindsmissbrauch" zu verharmlosen. Es ist aber in generelles Phänomen, das sich im Laufe der letzten Jahre immer mehr zu Ungunsten der Kinder entwickelt hat:

Man meint, Kindern immer mehr Möglichkeiten zur Selbstentfaltung zu geben, indem man immer mehr von ihnen fordert und sie darin auch fördert. Doch dies wird alles aus Sicht der Erwachsenen gemacht, indem man aus den Kindern Erwachsene heranziehen will, die so zu fuktionieren haben, wie es die Gesellschaft wünscht. Und dies bestimmen Experten, die dafür sorgen, dass Kinder entsprechend erzogen werden... Trotzdem will man Kinder in einer "heilen Kinderwelt" belassen, bis sie "erwachsen" sind, d.h. bis zu ihrem 14.16.oder 18 Geburtsag, je nach Land und/oder Beziehungsverhältnis. Man lässt ihnen dabei Freiheiten und Entwicklungsmöglichkeiten, die man als Erwachsene gut und richtig findet, aber man hindert sie daran, selbst ihre Ansichten und Wünsche einzubringen, wo aus Erwachsenensicht ein Tabu herrscht, das nicht angetastet werden darf.

Was hat das mit der Initiative von "marche blanche" zu tun?
Wenn mit mit dieser wirkliche Gewalttäter gegen Kinder vor neuen Taten abgehalten werden könnten, wäre dieser zuzustimmen. Der Initiative-Titel "Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen", meint aber etwas Grundsätzliches, auch wenn aus den Untertexten hervorgeht, wer damit gemeint ist.

Würde man das Volk abstimmen lassen, ob es generell dafür wäre, dass alle
Pädophilen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen, würde ein JA ganz sicher überwiegen.
So radikal verlangt dies aber nicht einmal "marche blanche", (aber sicher nur, weil eine solche Initiative verfassungswidrig wäre...)

Doch wer wäre wirklich betroffen?
Die Volksinitiative lautet:
"Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:
Art. 123c (neu) Massnahme nach Sexualdelikten an Kindern oder an zum Widerstand unfähigen oder urteilsunfähigen Personen

Personen, die verurteilt werden, weil sie die sexuelle Unversehrtheit eines Kindes oder einer abhängigen Person beeinträchtigt haben, verlieren endgültig das Recht, eine berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit mit Minderjährigen oder Abhängigen auszuüben."


Wer aber hat mit was die Unversehrtheit eines Kindes beeinträchtigt?
Würden wirklich nur jene zusätzlich mit Betrufsverbot bestraft, die eindeutig (sexuelle) Gewalt gegen Kinder ausgeübt haben, dann mag das gut sein so.

Tatsache ist aber, dass auch solche "pädophile Vergehen" darunter fallen werden, bei denen bei genauem Hinsehen keine "Opfer" zu beklagen sind.  Doch wer will das schon genauer untersuchen.
"Wo Kinder mit Pädophilen in Kontakt kommen, gibt es immer Opfer". Das werden alle zu hören bekommen, die sich für vernünftige Beurteilung solcher Kontalte einsetzen.

Also können wohl kaum Wunder erwartet werden..


siehe auch hier!
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